ICELAND SYMPHONY ORCHESTRA
http://www.sinfonia.isBiografie
Seit Jahrhunderten lagen die Wurzeln des kulturellen Erbes von Island in der Literatur, mit dem Schwerpunkt auf mittelalterlichen Isländischen Sagen.
Erst seit Mitte letzten Jahrhunderts ist die Musik ein wichtiger Bestandteil der Kultur des Landes geworden. Unter der kleinen Bevölkerung, die in winzigen Küstendörfern und auf zerstreuten Farmen lebte, herrschte in den Jahrhunderten der Isolation und Fremdherrschaft eine große Armut. Mit zunehmendem Wohlstand und dem Beginn der Unabhängigkeit um 1900 war der Weg für die Entwicklung eines reicheren Kulturlebens frei und schon bald wurden ernsthafte Versuche unternommen, ein professionelles Orchester zu gründen.
Die Gründung des Isländischen Nationalen Rundfunk Dienstes und der Musik-Hochschule von Reykjavik im Jahr 1930, waren die Eckpfeiler für die Gründung des Orchesters, die formell allerdings erst am 9. März 1950 stattfand. Nach der Gründung war die Zukunft des Orchesters in den ersten Saisons oft ungewiss. 1982 wurde das Orchester dann endlich durch ein parlamentarisches Gesetz abgesichert. Das Iceland Symphony Orchestra ist das jüngste National Orchester in Europa. Das hohe künstlerische Niveau des Orchesters ist ein bemerkenswertes Statement zu der intensiven Musikalität des Insel-Landes mit nur 280.000 Einwohnern.
Das Iceland Symphony Orchestra gibt ungefähr 60 Konzerte in jeder Saison, zum Teil im Abonnement-Zyklus in Reykjavik, aber auch auf Tourneen im In- und Ausland. So gab man in den letzten Jahren Konzerte in Deutschland, Österreich, Frankreich, Finnland, Schweden, Dänemark und Nord-Amerika. Die USA Tournee im Jahr 2000 war die bisher umfangreichste in der Geschichte des Orchesters. Die Amerikanische Presse lobte die Konzerte des Orchesters in den höchsten Tönen und die Tour wurde als größter Erfolg des Orchesters gefeiert. In der ersten Dezemberhälfte 2003 unternahm das Iceland Symphony Orchestra unter der der Leitung von Rumon Gamba und dem Solisten Lev Vinocour (Klavier) eine sehr erfolgreiche Deutschland Tournée, die im Februar 2007 zu einer Wiedereinladung führte, diesmal mit Konzerten in ganz Europa. In den letzten Jahrzehnten waren viele namhafte Künstler eingeladen, die das musikalische Schaffen des Orchesters enorm bereichert haben, u.a. Vladimir Ashkenazy, Yehudi Menuhin, Wilhelm Kempff, Claudio Arrau, André Previn, Daniel Barenboim, Luciano Pavarotti, Anne-Sophie Mutter, Emil Gilels und Mstislav Rostropovich.
Viele Chefdirigenten haben seit 1950 großen Einfluß auf die musikalische Entwicklung des Orchesters genommen, wie Olav Killand und Karsten Anderson (Norwegen), Bohdan Wodiczko (Polen), Jean-Pierre Jacquillat (Frankreich), Petri Sakari, Osmo Vänskä (Finnland) und Rico Saccani (USA). Seit der Saison 2003 / 2004 ist Rumon Gamba neuer Chefdirigent des Orchesters . Außerdem ist Vladimir Ashkenazy am 11.04.2002 zum Ehrendirigenten des Orchesters ernannt worden.
Das Iceland Symphony Orchestra erhielt hohe internationale Anerkennung für seine Einspielungen bei Chandos, Naxos und BIS. Besonders hervorzuheben ist die Einspielung des Orchesters mit allen Sibelius Sinfonien bei Naxos 1999.



